FRAG DIE APOTHEKE und true+ gehen gemeinsame Wege
Es ist offiziell: FRAG DIE APOTHEKE und die KI-Plattform true+ bündeln ihre Kräfte. Beide Marken bleiben eigenständig, die Richtung ist ab sofort eine gemeinsame. Hier kommt das, was in keiner Pressemitteilung steht: warum ich diesen Schritt gehe, was sich für Apotheken ändert und was bewusst nicht.
Auf einen Blick
- FRAG DIE APOTHEKE und true+ gehen gemeinsame Wege. Beide Marken bleiben eigenständig, mit gemeinsamer strategischer Roadmap.
- Für Apotheken, Kundinnen und Partner ändert sich im Alltag zunächst nichts. Team, Identität und Nähe von FRAG DIE APOTHEKE bleiben.
- Ich begleite künftig die konzeptionelle Weiterentwicklung von true+, mit der Marktnähe, die in den Jahren mit FRAG DIE APOTHEKE entstanden ist.
- Mein Grund: KI wird zum Standard im Apothekenbetrieb. Einzelne Tools und gute Inhalte reichen dafür nicht. Es braucht eine verlässliche, DSGVO-konforme Infrastruktur.
- Die Insights hier laufen unverändert weiter, praxisnah und auf Augenhöhe.
Ich schreibe an dieser Stelle sonst über KI in der Apotheke: über Werkzeuge, Methoden, konkrete Anwendungsfälle. Heute geht es ausnahmsweise um mich und um eine Entscheidung, die ich getroffen habe. FRAG DIE APOTHEKE und true+ gehen ab sofort gemeinsame Wege.
Weil über solche Schritte schnell viel Bedeutung gelegt wird, fange ich mit dem Nüchternen an: Was genau passiert ist und was nicht.
Was sich ändert und was nicht
Was bleibt: FRAG DIE APOTHEKE bleibt eine eigenständige Marke mit eigener Identität, eigenem Team und der Nähe zu Apotheken, für die sie steht. Für Kundinnen, Kunden und Partner bleibt im Alltag zunächst alles wie gewohnt. Es wird hier nichts „abgeschaltet", nichts übernommen, nichts verschwindet.
Was sich ändert: Im Hintergrund verbinden sich zwei Dinge, die bisher getrennt liefen: die Marktnähe und operative Erfahrung von FRAG DIE APOTHEKE und die Technologie von true+. Beide Häuser arbeiten künftig an einer gemeinsamen Roadmap. Und ich selbst begleite die konzeptionelle Weiterentwicklung von true+, also die Frage, wie aus technischer Möglichkeit etwas wird, das im Apothekenalltag wirklich trägt.
Das ist die ehrliche Größenordnung: zwei eigenständige Marken, eine gemeinsame Richtung. Kein Zusammenschluss, der alles über den Haufen wirft, sondern eine bewusste Bündelung von Kräften, die sich gut ergänzen.
Warum ich diesen Weg gehe
Ich beschäftige mich seit Jahren öffentlich mit KI in der Apotheke. In dieser Zeit hat sich meine Überzeugung verfestigt: KI bleibt im Apothekenmarkt kein Trend, sie wird zum Standard im täglichen Betrieb. Nicht als großer Knall, sondern Schritt für Schritt: in der Beratung, im Backoffice, in der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten.
Was ich dabei immer deutlicher gesehen habe: Einzelne Tools und gute Inhalte bringen einen ein Stück weit, aber sie reichen nicht. Eine Apotheke kann nicht für jede Aufgabe ein anderes Werkzeug zusammensuchen und bei jedem Anbieter neu auf den Datenschutz hoffen. Was es braucht, ist eine verlässliche Infrastruktur: eine Ebene, die sich in die Kernprozesse integriert, datenschutzkonform arbeitet und für das ganze Team gebaut ist. Genau das ist der Anspruch von true+.
Dieses Muster sehe ich in vielen Apothekenteams: Eine Kollegin findet einen klugen KI-Workflow, er funktioniert, versandet dann aber, weil er an einer Person hängt und nirgends verankert ist. Wissen, das nicht in einem System lebt, geht verloren. Eine Plattform ändert das: Sie hält fest, macht zugänglich und sorgt dafür, dass aus einem guten Einzelfall ein verlässlicher Teil des Betriebs wird.
Für mich ist der Schritt deshalb folgerichtig. Ich kann weiter zeigen, wie KI in der Apotheke praktisch funktioniert, und zugleich daran mitarbeiten, dass aus diesem Wissen eine Plattform wird, die es im Alltag verfügbar macht. Wissen und Werkzeug gehören zusammen.
Was true+ konkret ist
In einem Satz: eine KI-gestützte Wissens- und Workflow-Plattform für Apotheken. Sie macht das verstreute Wissen einer Apotheke strukturiert nutzbar: QMS-Dokumente, PDFs, Leitlinien, Schulungsunterlagen, Inhalte der eigenen Website. Direkt im Browser, ohne eigenes IT-Projekt, datenschutzkonform und für das ganze Team gedacht, nicht nur für die Leitung.
Der Punkt ist weniger das einzelne Feature als die Idee dahinter: KI nicht als isoliertes Zusatzwerkzeug, sondern als operative Ebene, die sich in die täglichen Abläufe einfügt. Genau das fehlt heute den meisten Apotheken, die KI ernsthaft einsetzen wollen.
Dass dahinter ernsthafte Leute stehen, ist mir wichtig
true+ wurde von Jonathan von Gratkowski und Kay Klindwort gegründet. Jonathan von Gratkowski, heute CEO von true+, ist Seriengründer im Bereich digitaler Gesundheit und gilt als Pionier der Videosprechstunde; Kay Klindwort ist Apotheker in fünfter Generation. Auch Marc Kriesten, ein in der Branche bekannter Apotheker und KI-Fachmann, ist mit dabei. Und mit Triple A Capital, dem Fonds um Stefan Glänzer und Last.fm-Gründer Michael Breidenbrücker, kommt europäische Tech- und Skalierungserfahrung dazu. Das ist kein loses Projekt, sondern ein Aufbau mit Substanz und einer klaren Ausrichtung über Deutschland hinaus.
Was das für Apotheken bedeutet
Konkret zwei Dinge. Erstens Kontinuität: Die Insights hier auf der Seite laufen unverändert weiter, praxisnah, ehrlich, ohne Hype. Ich zeige weiterhin, wie ich selbst mit KI arbeite, auch mit den Stolpersteinen. Daran ändert sich nichts.
Zweitens mehr Substanz dahinter: Wenn aus einer konkreten Idee ein echtes Projekt werden soll, steht jetzt eine Plattform bereit, die das tragen kann, statt einer losen Sammlung einzelner Werkzeuge. Für Apotheken, die KI nicht nur ausprobieren, sondern verlässlich in ihren Betrieb holen wollen, ist das der eigentliche Unterschied.
Ein Wort zur Offenheit, weil das dazugehört: Ich habe jetzt ein Interesse an true+, das ist klar. Genau deshalb sage ich es hier deutlich, statt es zu verstecken. Was ich empfehle, empfehle ich, weil ich es für richtig halte. Und Sie dürfen meine Beiträge ab jetzt mit dem Wissen lesen, dass true+ und ich zusammengehören. An der Ehrlichkeit der Insights ändert das nichts.
Erste Schritte sind schon sichtbar
Dass es nicht bei Absichtserklärungen bleibt, zeigt sich schon jetzt: true+ hat gerade eine neue Version veröffentlicht, mit einer moderneren Desktop-App, neuen Funktionen und der neuen true+ App. An weiteren Funktionen wird intensiv gearbeitet. Die ersten sichtbaren Schritte sind also gemacht, der Rest folgt Schritt für Schritt.
Was das nicht ist
Ich verspreche mir und Ihnen kein Heil. KI ersetzt nicht die fachliche Beurteilung der Apothekerin, nicht die Verantwortung im Beratungsgespräch, nicht die Apotheke vor Ort. Sie nimmt Routine ab, macht Wissen verfügbar und schafft Zeit für das, was Menschen besser können. Mehr nicht, aber das konsequent.
Und es ist kein Schlusspunkt, sondern ein Anfang. Wir stehen am Beginn dieses gemeinsamen Wegs, nicht am Ende. Was daraus wird, zeigt sich in der Umsetzung. Und darüber werde ich hier weiter so offen berichten wie bisher.
Übersicht: Diese Insight ist Teil unserer zentralen Übersicht zu KI in der Apotheke mit allen Themen, Tools und Use Cases.
Eine konkrete KI-Anwendung im Kopf?
Ob Apotheke, Kooperation oder pharmazeutisches Unternehmen: Wenn Sie über einen gezielten KI-Einsatz nachdenken, lassen Sie uns sprechen. Viele dieser Anwendungsfälle lassen sich mit true+ datenschutzkonform umsetzen.
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